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Mac und Windows? Unterschiedliche IT-Landschaften am Modern Workplace

Thomas Koch
Jun 8, 2020 4:05:25 PM

Moderne Unternehmen nutzen alle nur möglichen Vorteile der Technologie aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben und wirtschaftlich voranzukommen. Die Zeit ist vorbei, in der Betriebe dachten, dass das Budget für die IT gekürzt werden kann, da diese Abteilung nicht direkt zur Wertschöpfung beitragen würde. Zu erkennen ist dies u.a. an den laut Statista steigenden Budgets in 2019. Dass Technologie immer wieder innovative Business-Ideen hervorbringt, zeigen etwa Uber, Airbnb oder Hubspot. Deshalb stellen sich Firmen die Frage, wie sie den Arbeitsplatz der Zukunft gestalten sollen. Ist es sinnvoller, die IT-Landschaft flächendeckend mit denselben Gerätetypen auszustatten oder sollte eher auf technologische Vielseitigkeit gesetzt werden? Was bedeutet dies für die IT? Und welche Vor- und Nachteile ergeben sich bei heterogenen bzw. homogenen IT-Systeme?

Diesen Fragen widmen wir uns im Folgenden und beleuchten beispielhaft, wie sich Apple Systeme in eine Windows IT-Landschaft integrieren lassen . Außerdem gehen wir auf die Gründe ein, warum sich Unternehmen für oder gegen parallele IT-Systeme mit Mac- und Windows-Geräten  entscheiden.

INHALT
Vorteile (in)homogener Systeme
Nachteile heterogener IT-Lanschaften
Chancen von Apple im Unternehmen
Erfolgreiche Integration von Apple in Windows-Umgebungen
Mietmodelle & Managed Services
Fazit

 

Die Vorteile homogener & heterogener IT-Landschaften

Beide Szenarien verfügen über gewisse Stärken und Schwächen. Sehen wir uns zu Beginn einmal die jeweiligen Vorteile an:

Homogene IT-Landschaft: IT-Systeme stammen aus einer Hand

  • Ein Unternehmen verfügt über feste Standards, wodurch die IT-Abteilung sich besser fokussieren und Know-how aufbauen kann.
  • Die Bedienoberflächen, Schnittstellen, Datenbasis, Updates und Releases sind einheitlich gestaltet.
  • Bei Problemen oder Bugs mit der Software, reicht ein kompetenter Ansprechpartner aus, was weniger Fachpersonal bedeutet.
  • Bei einer homogenen IT ist der Unterhalt und Support sowie die Wartung deutlich günstiger.

Team verwendet MacBooks und Windows Laptops

Heterogene IT-Landschaft: Das Beste aus allen Branchen kommt zusammen.

  • Das hohe Maß an Flexibilität ermöglicht es dem Rechnungswesen, dem Lager oder dem Vertrieb den besten Anbieter zur jeweiligen Thematik wählen zu können.
  • Individuelle Bedürfnisse werden berücksichtigt, sodass moderne Konzepte, wie CYOD oder ortsunabhängiges Arbeiten problemlos möglich sind.
  • Ein Unternehmen ist nicht an einen Hersteller gebunden, sondern hat Verhandlungsspielraum und Wahlfreiheit, um sich stets für die individuell besten IT-Systeme zu entscheiden

Lesen Sie weiter: Choose your own device am Arbeitsplatz der Zukunft

 

Die Nachteile der heterogenen IT und Angst vor Apple im Unternehmen

Auf den ersten Blick bietet eine homogene Unternehmens-IT womöglich mehr Vorteile, besonders, wenn man die Nachteile heterogener Systeme mit bedenkt:

  • Der Einkauf, die Wartung, der Support und der Service sind bei der heterogenen IT teurer.
  • Es existieren kaum Standards.
  • Bei Fehlern oder Problemen braucht es entweder eine große IT mit vielen Fachexperten oder einen IT-Provider, der sich um die gesamte Infrastruktur kümmert.

Besonders, wenn es um die Frage geht, ob Apple in eine Windows-Landschaft integriert werden soll, wehren sich viele IT-Abteilungen deshalb noch immer dagegen. Vor allem die Kompatibilität der Systeme ist einer der erklärten Hauptargumente gegen eine heterogene IT mit Windows und Apple.

Trotz bestehender Herausforderungen ist es aber sehr viel einfacher als gedacht, Apple-Systeme in die Unternehmens-IT zu integrieren.

Mac- und Windows-Systeme können durchaus nebeneinander existieren. Schauen wir uns beides genauer an.

 

4 Gründe, warum IT und Unternehmen keine Angst vor Apple haben brauchen

  1. Volle Kompatibilität mit allen gängigen Systemen
    Nicht nur Office 365 Business lässt sich auf Macs problemlos nutzen, sondern auch jede andere relevante Software, die den Business-Alltag erleichtert. Über den AppStore stehen viele wichtige Anwendungen zur Verfügung, während Virtualisierung System übergreifende Lösungen problemlos ermöglicht. Die Kompatibilität von Windows und Apple ist also voll gegeben und beides kann am Arbeitsplatz der Zukunft parallel genutzt werden.

  2. Langfristige Kosteneinsparung
    Leistungsstarke Notebooks, welche entweder mittels MacOS oder Windows betrieben werden, liegen etwa in derselben Preisklasse. Der etwas höhere Preis beim Einkauf von Apple Geräten zahlt sich allerdings über den Nutzungszeitraum sowie den Restwert aus. Zum einen da die Geräte über viele Jahre zuverlässig funktionieren und mit allen Programmen zurecht kommen, zum anderen aus Sicht des Aufwands für Support und Service. Auch Upgrades auf MacBooks & Co stehen von Anfang an kostenlos zur Verfügung. Somit ist mit der Integration von Apple langfristig sogar ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis erzielbar.

    Mitarbeiterin verwendet iPad im Unternehmen

  3. Userfreundliche Benutzeroberfläche & Betriebssysteme
    MacOS verfügt nun seit vielen Jahren über eine einheitliche, benutzerfreundliche Bedienoberfläche. Sie ist äußerst userfreundlich, wodurch Umschulungen oder Onboarding-Prozesse schnell durchgeführt sind. Als Konsequenz sind weniger Anfragen und Wartungsarbeiten in der IT zu erwarten. macOS und iOS sind so intuitiv, dass der User alleine sehr gut mit der Bedienung, Installation, Konfiguration etc. zurecht kommt.

  4. Integrierte Sicherheitssysteme mit hohem Schutz
    Von Haus aus weisen MacBooks, iPhones, iPads und sogar die AppleWatch  einen sehr hohen Sicherheitsstandard auf. So sind die Geräte sehr viel weniger Cyber-Angriffen ausgesetzt und die MitarbeiterInnen finden nur zertifizierte Apps im AppStore. Diese und andere Sicherheitsvorkehrungen erleichtern der IT ihre Arbeit ebenso wie der Apple Business Manager für die Verwaltung und das Monitoring aller Geräte.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Integration von Apple in eine Windows-Umgebung beste Voraussetzungen hat. Bleibt nur noch die Frage, wie sich beides in der Unternehmens-IT erfolgreich vereinen lässt.

 

Wie kann man Apple in eine Microsoft Landschaft integrieren?

  • Achten Sie auf eine performante WLAN-Infrastruktur
    Wenn Macs in die IT-Umgebung integriert werden, muss das WLAN-Netzwerk evaluiert werden, um alle Vorteile von MacOS uneingeschränkt nutzen zu können. Dasselbe gilt ebenso für iOS, denn eine stabile Internetverbindung ist heutzutage von enormer Bedeutung für modernes Arbeiten.

  • Aktivieren Sie die notwendigen Dienste auf ihrem Mail-Server
    Mit Hilfe von Microsoft Exchange Web Services (EWS) ist es MacOS möglich, mit einem Exchange-Server in Kontakt zu treten und mit diesem zu kommunizieren. Vor der Verwendung sollte überprüft werden, ob der Active Sync-Dienst aktiviert ist, sodass alle Funktionen, wie E-Mails, Kontakte, Aufgaben, Notizen und Kalender, gleichzeitig eingesetzt werden können. Wenn außerdem Cloud-basierte Dienste wie Office 365 verwendet werden sollen, so muss für ausreichend Lizenzen gesorgt werden.

  • Wählen Sie eine geeignete MDM-Lösung aus
    Für das Mobile Device Management stehen am Markt verschiedene Lösungen mit unterschiedlichen Verwaltungsfunktionen zur Verfügung. Um also MacBook und iPhone im Unternehmen etablieren zu können, muss eine passende MDM-Lösung gewählt werden, die alle notwendigen Funktionen unterstützt.

    MDM Lösung_MacBook_Modern Workplace

  • Melden Sie sich bei den Apple Bereitstellungsprogrammen an
    Die Apple Bereitstellungsprogramme sind Programmpakete, die es Unternehmen erleichtern, Inhalte und Geräte einfacher zu verwalten.

      1. Mit dem Apple Business Manager können alle Geräte von einem Ort aus konfiguriert werden. Das web-basierte Portal bietet darüber hinaus eine Verknüpfung mit Microsoft Azure Active Directory, wodurch Mitarbeiter Accounts mit Apple-IDs schnell und einfach erstellt werden können. In Verbindung mit dem DEP können genutzte Programme sogar aktualisiert werden. Der Apple Business Manager kann außerdem in Verbindung mit dem VPP und DEP beide Programme von einem Ort aus aktualisieren.

      2. Mit DEP können MacOS-Geräte, wie ein MacBook, im Unternehmen einfach bereitgestellt und konfiguriert werden.

      3. Mit VPP lassen sich benötigte Applikationen in großen Stückzahlen kaufen und an alle BenutzerInnen drahtlos verteilen.

  • Verbinden Sie die Systeme miteinander
    Im Anschluss ist es wichtig, dass MDM und DEP beziehungsweise VPP miteinander verknüpft werden, wofür der Apple Business Manager verwendet wird.  Benutzereinstellungen lassen sich über ein Konfigurationsprofil im MDM vornehmen. WLAN, E-Mail-Accounts, Internet- und Sicherheitseinstellungen, VPN und viele weitere Dinge lassen sich auf diese Weise automatisiert an alle Macs weiterleiten. Darüber hinaus können mit VPP und MDM schnell alle benötigten Apps an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt werden.

Neben diesen Schritten können Sie die Integration von Apple in Ihre IT-Systeme zusätzlich erleichtern, indem Sie beispielsweise Mietmodelle oder Managed Services nutzen.

 

Managed Services: iPhone/iPad oder MacBook mieten 

  • Unternehmen, welche Apple in eine Microsoft-Landschaft integrieren wollen (oder anders herum), profitieren mit Mietmodellen von mehr Flexibilität. Das gilt auch für die ArbeitnehmerInnen selbst, da Programme wie CYOD leicht realisierbar sind. Das gewünschte Mobile Device wird direkt dorthin geliefert, wo der/die jeweilige MitarbeiterIn tätig ist. Kommt es zu Schäden oder Diebstahl, so dürfen die NutzerInnen mit schnellem und direktem Support bzw. Austausch rechnen, und nach einer vereinbarten Zeit wird das Altgerät unkompliziert durch ein neues Device ausgetauscht. Egal, ob sich der einzelne für ein iPhones, Android Smartphone, MacBook oder einen Windows-PC entscheidet - die IT-Abteilung des Unternehmens wird mit Mietmodellen nachhaltig entlastet, während die Belegschaft stets auf den neuesten und individuell passenden Geräten arbeitet.

  • Firmen mit einer heterogenen IT sollten sich außerdem Gedanken zu den Themen Reparatur, Ersatz, Antivirus-Programmen und Enrollment an jedem Firmenstandort machen. Alle diese Dinge können mit einem Managed Service abgedeckt werden, sodass auch hier die IT entlastet, Kosten gespart und die Kernaufgaben aller im Blick behalten werden können. Gleichzeitig bleibt die Unternehmens-IT immer auf dem neuesten Stand und die MitarbeiterInnen arbeiten produktiv auf ihren Wunschgeräten.
Lesen Sie weiter: Vorteile von Managed Mobile Services für jedes Unternehmen

 

Fazit: Heterogene IT-Landschaften im Unternehmen bieten Chancen

Sowohl eine heterogene als auch eine homogene Unternehmens-IT haben ihre Vor- und Nachteile. Jedes Unternehmen muss sich aufgrund seiner individuellen Strukturen selbst entscheiden, welches Konzept besser passt. Dank Mietmodellen und vielen anderen Managed Services lassen sich MacBooks, iPhones & CO mit Business Laptops & Business Smartphones von HP, Microsoft, Dell oder Lenovo problemlos im selben Netzwerk nutzen. Auf diese Weise entsteht ein vielseitiger Arbeitsplatz der Zukunft, der alle unternehmensrelevanten Bedingungen erfüllt.

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